11. Mai 2026 | Liezen |

Schutz der Amphibien

Die Einsatzstelle Grimming-Donnersbachtal der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht setzt sich wieder intensiv für die Rettung der heimischen Erdkröten Molche und Frösche ein, mit 35 Schüler:innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und Amphibienschützer:innen aus Stainach und Umgebung.

Rechtzeitig vor dem Beginn der Amphibienwanderung errichtet die Einsatzstelle Grimming-Donnersbachtal im Bezirk Liezen die Amphibienzäume in Stainach-Pürgg und in Irdning-Donnersbachtal.

Alle Amphibien sind in der Steiermark sind geschützte Tierarten. Die Lebensräume für unsere heimischen Amphibien werden immer weniger oder sind in keinem guten Zustand für das alljährliche Ablaichen. Die in der Obersteiermark hauptsächlich vorkommenden Arten wie Erdkröten, Berg-, Teich- und Kammmolch sowie Gasfrösche sind durch stark und zu schnell befahrene Straßen, Aufschüttungen, Austrocknung von Lacken durch Drainagen, frühzeitige intensive Gülleausbringung und große Witterungsunterschiede (Schnee- und Kälteeinbrüche während der Wanderung gefährdet. Auch die natürlichen Lebensräume der Amphibien außerhalb der Gewässer werden beeinträchtigt. Wenn der Krötenteich in Pürglitz noch zu 2/3 zugefroren ist, wandern schon die ersten Erdkrötenpärchen zum Teich. Heuer errichtete die Einsatzstelle am 13. März in Stainach direkt im Ortszentrum beim Rettungsstützpunkt mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern und in Pürglitz mit 35 Raumberger Schülerinnen und Schüler die Amphibienzäume. Insgesamt 550 Laufmeter wurden angelegt, die jährlichen Aktionen werden im guten Einvernehmen mit den Grundbesitzer:innen und den Gemeinden durchgeführt. In beiden Ortsteilen gibt es eine Amphibiengruppe, in der über WhatsApp die täglichen Einsätze für den sicheren Transport der Tiere zu ihren Laichgewässern ermöglicht wird. In Pürglitz betreut die Einsatzstelle seit 2016 die Wanderstrecke und dokumentiert die Amphibienarten in Form eines Monitorings. Die Strecke wird auch regelmäßig von Volksschulklassen besucht, die uns tatkräftig beim Amphibienschutz unterstützen. Wir sind gespannt, wie viele Tiere wir heuer wieder sicher zum Wasser bringen können.

Fotos © Renate Mayer